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Dr. Ulrich Gauss

Ehrenbürger seit dem Jahr 1997.

geboren: am 17. Mai 1932 in Stuttgart
Von 1970 bis 1994: Oberbürgermeister der Stadt Waiblingen

Dr. Ulrich Gauss studierte nach seinem Abitur Jura in Tübingen und promovierte dort 1958. Das zweite juristische Staatsexamen legte er 1960 ab und arbeitete danach als Gerichtsassessor und Staatsanwalt. Von 1965 an war er im Justizministerium tätig. Für das Amt des Oberbürgermeisters von Waiblingen bewarb sich der Jurist 1969. Nach dem Wahlgewinn wurde er im Februar 1970 in das Amt berufen und trug dieses mehr als 24 Jahre bis zu seiner Verabschiedung am 27. Januar 1994. Nur ein Bürgermeister in der Stadtgeschichte, Martin Röcker, regierte länger als Stadtoberhaupt, nämlich von 1892 bis 1918. Dr. Gauss galt während und nach seiner Amtszeit als herausragende Persönlichkeit und genoss und genießt noch heute ein hohes Ansehen und große Wertschätzung bei den Waiblingern.

1984 verlieh ihm die Bundesrepublik Deutschland für seine Leistungen das Bundesverdienstkreuz. Bereits 1990 wurde ihm in Würdigung seiner Arbeit die Goldene Plakette der Stadt Waiblingen verliehen. Sieben Jahre darauf erhielt er beim Bürgertreff den Titel des Ehrenbürgers Waiblingens.

Besonders verdient machte er sich in seiner 24-jährigen Tätigkeit als Oberbürgermeister durch die Eingliederungen der Gemeinden Beinstein, Bittenfeld, Hegnach, Hohenacker und Neustadt im Zuge der Gemeindereform. Des Weiteren bemühte er sich erfolgreich um die Wiederherstellung und den Erhalt der historischen Altstadt, die Verbesserung der Infrastruktur sowie die Förderung des kulturellen Lebens in der Stadt.